Schnell Pizza essen in Mailand oder Kaffee trinken in Konstanz: Dank dem Schengen-Abkommen ist das kein Problem. Wir müssen uns dabei auch nicht um lange Wartezeiten an den Grenzen scheren. Die Schengen/Dublin-Mitgliedschaft bietet aber auch noch viele weitere Vorteile, von denen die gesamte Schweiz profitiert. 

GRENZÜBERTRITTE

Mit der Abschaffung systematischer Personenkontrollen wurden die Grenzübertritte viel effizienter. Zwar finden an allen wichtigen Grenzstellen nach wie vor Zollkontrollen statt, und die Grenzbeamten können auf Verdacht hin auch jederzeit Personen kontrollieren. Doch insgesamt funktioniert der Grenzschutz heute viel flexibler. Längere Wartezeiten sind selten geworden. Für alle, die als Pendler, aus familiären Gründen oder für Freizeitaktivitäten häufig die Grenze überqueren, hat sich das Leben deutlich vereinfacht. Schweizerinnen und Schweizer merken das auch auf europäischen Flughäfen, wo sie die Pass-kontrolle links liegen lassen können.

SICHERHEIT

Die Schweizer Sicherheitsbehörden haben seit dem Schengen-Beitritt direkten Zugang zum Schengener Informationssystem (SIS II) und zum Visa-Informationssystem (VIS). Diese Systeme sind für unsere Polizei heute zentrale Fahndungsinstrumente. Gemäss Angaben der Bundespolizei (fedpol) lieferte die SIS-Datenbank im Jahr 2018 der Schweiz 19’000 Fahndungstreffer – das sind mehr als 50 wichtige Hinweise pro Tag! Durchschnittlich wird die SIS-II-Datenbank allein aus der Schweiz täglich rund 320’000 Mal abgefragt. Das VIS-System hingegen speichert Daten von Personen, denen durch die Schweiz oder ein anderes Schengen-Land ein Visum verweigert wurde. Durch die Erfassung biometrischer Daten wird auch der Visumsmissbrauch verringert.

TOURISMUS

Wenn früher eine Reisegruppe aus China oder Indien eine Europatour plante, musste sie sich um Visa für die einzelnen Länder bemühen, was sich auch auf die Reisekosten niederschlug. Mit einem gemeinsamen Visum für den ganzen Schengen-Raum hat Europa Abhilfe geschaffen – und davon profitiert die Schweiz ganz besonders. Seit Touristen aus Drittstaaten kein gesondertes Schweizer Visum mehr beantragen müssen, kommen sie viel häufiger in unser schönes Alpenland; insbesondere auch dann, wenn sie nur Zeit für einen Kurztrip haben. Die Logiernächte von Kunden aus den betreffenden Staaten sind seit dem Schengen-Beitritt markant angestiegen. Aber auch für Wirtschaftsleute und Forschende, die in verschiedenen europäischen Staaten Kunden oder Kongresse besuchen, hat das Schengen-Visum das Leben deutlich vereinfacht.

ASYLWESEN

Das Dublin-Abkommen ist mit dem Schengen-Abkommen verknüpft und weitet den Gedanken des gemeinsamen Sicherheitsraums auf das Asylwesen aus. Vor dem Beitritt der Schweiz konnten in Italien oder Deutschland abgewiesene Asylbewerber hier ein weiteres Gesuch stellen – heute ist das nicht mehr möglich. Somit müssen unsere Behörden nicht das Asylgesuch eines Flüchtlings durchleuchten, das bereits von einem Nachbarstaat geprüft wurde. Dieses System erspart viele Leerläufe und damit auch unnötige Kosten. Gemäss Berechnungen des Bundes konnten dank Dublin zwischen 2009 und 2016 rund 2 Milliarden Franken eingespart werden.

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