Die Schweiz konnte zusammen mit anderen Staaten den Vorschlag beeinflussen und Verpflichtungen verhindern, die ihre Schiesstradition in Frage gestellt hätten. Insbesondere konnte sie mit dem «lex helvetica» den Spielraum, den die Waffenrichtlinie bietet, voll ausschöpfen.

Nach intensiven Diskussionen konnte sich die EU Ende 2016 auf eine Aktualisierung der Waffenrichtlinie einigen und hat diese am 17. Mai 2017 in Kraft gesetzt. Die definitive Fassung unterscheidet sich allerdings erheblich vom ursprünglichen Entwurf. Das geht auch darauf zurück, dass die Schweiz gemeinsam mit anderen Staaten Verpflichtungen verhindern konnte, die ihre Waffentradition infrage gestellt hätten:

• Es gibt kein absolutes Verbot des Privatbesitzes automatischer und halbautomatischer Waffen.
• Es gibt kein zentrales Waffenregister.
• Es gibt keine zwingende Anbindung der Waffenhändler an die kantonalen Waffenregister.
• Es werden keine obligatorischen medizinischen und psychologischen Tests eingeführt.
• Es gibt kein starres Intervall von fünf Jahren, um bei Waffenbesitzern zu überprüfen, ob sie die Voraussetzungen für den Erwerb von Waffen noch erfüllen.
• Es gibt keine Gültigkeitsdauer von fünf Jahren für Bewilligungen für den Erwerb und Besitz von Feuerwaffen, was zwingend die Einrichtung eines Systems zur Erneuerung, den Widerruf und die Annullierung von Bewilligungen nach sich ziehen würde.
• Es gibt kein absolutes Verbot von Feuerwaffen für Minderjährige. Jungschützen dürfen auch weiterhin Feuerwaffen verwenden.
• Es gibt keine Vorgabe, wonach Museen automatische und halbautomatische Waffen nur besitzen dürfen, wenn diese deaktiviert worden sind.
• Es gibt keine zahlenmässige Begrenzung des Waffenbesitzes für Sammler.

Neben den erwähnten Anpassungen, auf welche die Schweiz bei der Beratung Einfluss nehmen konnte, nimmt die Schengen-Richtlinie in einem weiteren Punkt Rücksicht auf die Schweizer Traditionen: Sie hält schwarz auf weiss fest, dass Armeeangehörige ihre Ordonnanzwaffe und das zugehörige Magazin nach dem Militärdienst übernehmen dürfen. Diese Bestimmung wurde auf Vorschlag der Schweiz eingefügt und wird inoffiziell auch «lex helvetica» genannt.

Kevin Mörth ist Schütze. Er hat sich intensiv mit dem neuen Waffenrecht auseinander gesetzt und erzählt hier, dass ihn das neue Waffenrecht in seinem Hobby überhaupt nicht einschränken wird.

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